Ashrams in Indien, sind im Westen erst durch die Berichte in der Presse richtig bekannt geworden. Der berühmteste Ashram ist der von dem Bhagwan "Osho" in Pune (nähe Mumbai), der die freie Liebe in den Vordergrund gestellt hat.
Es gibt aber auch Ashrams in Indien wo es gesitteter und Religiöser zugeht, auch in Pune. Ashrams sind meist Tempelstätten in Indien, bewohnt von einem sogenannten Baba, dem heiligem Mann.
Die Bewohner der umliegenden Ortschaften spenden Dinge des täglichen Bedarfs, und bringen sie um ein besseres Karma zu erlangen in den Ashram.
Der Tagesablauf in einem Ashram, kann so aussehen:
Aufstehn morgens um 5.00 Uhr, gemeinsames Gebet (ca. 50 Minuten), kann
aber sehr anstrengend sein, zb. muss man die ganze Zeit mit erhobener Hand
50 Minuten lang im Rhytmus auf einen Gong schlagen, hält man das nicht durch
muss man den Ashram verlassen.
Man muss sich dem "Guru" völlig unterordnen und ggf. ihm jeden Morgen
kniend und gebeugt die Füsse küssen.
Nach dem Gebet folgt das Ritual mit heiligem Rauch,
die Götter zu besänftigen, diese Prozedur dauert in etwa bis
gegen 9.00 Uhr (wenn man
nicht mithalten kann muss man den Ashram verlassen).
Dann gemeinsames Frühstück, danach
heiliges Rauch- Ritual bis um 12.00 Uhr,
gefolgt von einem nochmaligen gemeinsamen Gebet.
Von 13.00 - 17.00 Uhr zur freien Verfügung, danach weiteres
heilige Rauchopfer spenden
und noch ein Gebet zwischendurch bis man gegen 24.00 Uhr vom
Beten völlig erledigt in sein
Bett fällt. Am nachsten Tag alles von neuem.
Es kann aber auch passieren das man vom Guru befohlene Arbeiten am Tempel
oder ähnliches erledigen muss.
Wenn sich dann im Dorf herumspricht das im Tempel ein neuer "westlicher Baba"
wohnt, kann es passieren, dass die Einheimische Bevölkerung neugierig zum
Tempel kommt, um mit dem "westlichen Baba" gemeinsam
zu Beten und um festzustellen, ob er überhaupt als "Baba" geeignet ist, ihre Religiösen
Anliegen gebührend zu vertreten.
Tipp!!! Aussteiger oder Langzeiturlauber, mit wenig Geld, können in einen Ashram gehen un um eine Aufnahme bitten, sie brauchen dann kein Geld bei Erfolg, man kann als Europäer mindestens 3 und einen halben Tag bleiben, das ist eine Gesetz eines Ashrams in Indien.