Goa in Indien, die ehemals portugiesische Kolonie, liegt am arabischen Meer und den Westghats, das sind die Wälder und Gebirge, im Westen in der Mitte des indischen Subkontinents. Der indische Bundesstaat Goa hat eine Landmasse von etwa 3700 Quadratkilometer und um die 1,2 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt und Verwaltung von Goa ist Panji, Panjim gesprochen, die wegen ihrer vielen alten Kirchen in Old Goa, die zum Weltkulturerbe gehören, berühmt ist. Für Kirchenfans, die alte Fresken lieben ein muß, leider sind viele Kirchen in schlechtem Zustand oder nur noch Ruinen. Panji ist auch die erste Stadt die die Urlauber sehen wenn sie mit dem Flugzeug nach Goa kommen. Panji liegt in einem trockengelegten Sumpf. Der erste Eindruck wenn man in Panjim ankommt und im Taxi in Richtung Anjuna Fährt ist beeindrucked, nicht zuletzt weil die Straße am Ufer der Küste entlang führt, die mit Kokospalmen und grünen Bananenstauden bewachsen ist und dahinter indische Tagelöhner alte Schiffe abwracken. Weil Goa schon zu Beginn der Kolonialisierung im 15. Jahrhundert von den portugiesischen Seefahrern regiert wurde und die portugiesen wegen ihrer ausgelasseneren Lebensweise lockerer als die Briten, die Nordindien kolionalisierten hatten, waren ist dieser Umstand wohl zu Verdanken das Goa die Feiermeile von Indien geworden ist. Tipp!!! Transport von Goa in andere Bundesstaaten von Indien. Doch die Urlauber, die Goa besuchen wollen kommen nicht nur zum Feiern, sondern um etwas vom Land und der Kultur der Menschen zu erfahren, sowie um alte Ruinenstädte wie Hampi das in Karnataka nicht sehr weit entfernt von Goa liegt, zu besuchen. Das Bild unten zeigt den Weg zu einem berühmten Beach in Goa.

Unten sehen Sie unsere Goa Karte. Wenn Sie mit dem Mauszeiger über die Goa Karte fahren, können Sie direkt zu den jeweiligen Orten die für Sie wichtigen Informationen abrufen. Dort befinden sich noch mehr Karten von Goa Indien, die die wichtigesten Sehenwürdigkeiten von Goa zeigen. Goa Indien Bilder befinden sich auf den dazugehörigen Seiten die Sie von dort aus aufrufen können. Goa in Indien gliedert sich in 11 Verwaltungsbezirke auf. Im Norden von Gao Pernem, wo Arambol, Aswem, Mandrem Beach und Morgim die bekanntesten und am meisten besuchten Ortschaften in Goa Pernem sind. Etwas weiter südlich folgt Bardez, wo die Orte Anjuna, Vagator, Calangute für den Tourismus in Goa ein große Bedeutung inne hat. In Siolim, das etwas nördlich von Mapusa liegt, befindet sich eine Brücke, die über den Chapora River führt. Tipp!!! für Motorradfahrer in Goa, die sollten nicht zu schnell über die Brücke fahren, da die Brücke an ihren Übergängen zur Straße hin, etwas höher gebaut ist. Dieser Umstand führt dazu das bei zu schnellem fahren, es leicht passieren kann, das man mit dem Moped einen Sprung hinlegt, der sehr leicht zu einem Sturz führen kann. Tiswad, ist der Bezirk wo Panji die Hauptsstadt von Goa liegt. Mormugao, dort befindet sich der Dabolim Airport wo die meisten Touristen bei ihrer Goareise ankommen, an der Küste findet man das Denkmal des Vasco Da Gama, was an die Kolonialzeit der portugiesen erinnern soll. In Salacete findet man den Ort Colva, der vom Flugafen leicht zu erreichen ist und als erster Zwischenstopp für eine Übernachtung nach einer langen Anreise nach Goa dienen kann. Der Bezirk Quepem hat für den Tourismus kaum Bedeutung, da die Traveller die nach Goa kommen, lieber nach Palolem an den Agonda Beach fahren, weil sich dort die schöneren Strände von Goa befinden. Palolem liegt im Bezirk, Canacona wo auch der Cotiago Nationalpark zu finden ist. Wasserfälle liegen im westlichen Teil von Goa, im Bezirk Sanguem, die Dudh Sagar Waterfalls, wie sie hier heißen, führen nach der Regenzeit am meißten Wasser, ansonsten kann es leicht passieren, daß nur ein kleiner Rinnsal abwärts stürzt. Ponda, hat die meißten Tempel von Goa vorzuweisen und der letztgenannte Bezirk Satari fast keine Bedeutung für den Tourismus in Goa.
Die Geschichte von Goa besteht außer das die potugiesischen Seefahrer kamen, noch darin, daß die Einheimischen die vorher in Goa gelebt hatten, ständig in Kriege verwickelt wurden. Nicht allein durch Stammeskriege durch die Mogulen aus den anderen Landesteilen von Indien, sondern auch schon als die Araber oder die Mongolen über Indien und Goa hergefallen sind. Erst seit die Seefahrer aus Portugal in Goa gelandet waren und Goa bis Mitte des 20. Jahrhunderts kolonialisiert hatten ist dieser Umstand dafür Verantwortlich das der Zeitgeist der Portugiesen bis heute in Goa überdauert hat.
Panji ist die Hauptstadt von Goa, wo die meisten Touristen nur mit dem Flugzeug ankommen und nicht viel über Panji erfahren wollen. Dabei gibt es dort nicht nur alte Tempel und das Fontanehaus zu sehen, denn Panji ist für Kirchenfeste oder andere Feste in Goa, mit Old Goa der beste Platz dafür.

Das Foto, das in Goa den Banjan Baum in Chapora, Goa Indien (Bild oben) zeigt, ist bei unserer Reise durch Goa entstanden. Wenn man durch Goa in Indien reist und in verschiedenen Hotels absteigt, sieht man immer wieder, das die Inder in Goa von den portugiesen abstammen müssen, weil sie diesen gewissen Gesichtsausdruck haben und dazu noch oft Fernandez heißen. Am Banjan Baum in Chapora, der die wichtigste Kreuzung des kleinen Badeorts aufteilt, trifft sich heute jeden Tag die Aussteigerszene um bei frisch gepressten Säften unter dem Baum über alte Zeiten zu reden. Manchmal ist es an dem Baum von Chapora so voll, das man in den umliegenden Kneipen keinen Sitzplatz mehr bekommen kann. Nachmittags leert sich dann der Platz am berühmten Banjan Baum von Chapora, weil die Globetrotter dann lieber am Strand abhängen.
Anjuna in Goa Indien ist wegen seinen Hippieparties, die meistens an Vollmondnächten stattfinden bekannt geworden. Schon früh eroberten die Austeiger aus Europa, Anjuna, um ihren Langzeiturlaub, wenn es daheim Winter ist, dort zu verbringen.

Wenn sie es lieber ein wenig ruhiger haben wollen sind sie in Morjim genau am richtigen Platz. Tipp!!! In Morjim kommen im März Riesen-Schildkröten zur Eiablage an den Strand.
Entspannen sie in dem kleinen Fischerort Arambol, wo die Frauen aus Goa ihre Wäsche noch in einem Bach waschen oder im etwas belebteren Palolem (Südgoa) mit seinem Postkarten-Strand.
In Palolem möchte ich besonders das Ayurveda-Hotel Bhakti-Kutir in Goa empfehlen, zwar etwas teurer aber sehr lohnenswert.
In Goa hat sich fest die Aussteiger-Szene etabliert. Das kommt besonders bei den Parties zum Vorschein die hauptsächlich zu Vollmond stattfinden (Full-Moon-Partys). Diese Partys finden meist illegal und spontan am Strand statt. Mittlerweile hilft nicht mal mehr die Polizei von Goa zu schmieren, indem man viel Backschisch bezahlt das die Raver ihre Vollmonparties abziehen können. Deshalb veranstalten manche Touristen eine spontan organisierte Parade in Goa, die wie in Arambol zu sehen, am Karneval in Indien statt gefunden hat.
Bei heissen sowie sehr lauten Rhytmen und Goa-Trance, sowie Rave trafen sich spontan bis zu 2000 Touristen an einem Strand, unter einer roten Sonne in Goa oder mit goldener Sonne in Goa, manchmal einer Wolke in Goa im Hintergrund zum gemeinsamen feiern und abtanzen, mit anschliessendem chillen.

Diese Parties sind heute aber nicht mehr so groß angelegt. Heute treffen sich die Leute zu Parties in Goa am Strand, die vorher mittels Plakaten in den jeweiligen Dörfern angepriesen werden. Diese Parties sind von den Behörden genehmigt. Die letzte Partie in Goa, die wir selbst miterlebt hatten, fand am Strand von Arambol statt. An einer kleinen Kneipe am Strand von Arambol, spielte zuerst eine Band und etwa 200 Raver haben vor der Kneipe zu den Rhytmen getanzt, später wurde dann noch bis in die Nacht hinein bei Ravemusik aus der Konserve weitergefeiert. Das am Strand von Goa noch Parties stattfinden wie in den Anfängen der Hippiezeit ist heute eher unwahrscheinlich. Nur an Sylvester wird von der Polizei in Goa noch eine größere sogenannte Vullmoonparty zugelassen. Ansonsten machen sich die Israelis, von denen über Winter sehr viele in Goa ihren Urlaub verbringen einen Spass daraus, mit der Polizei von Goa ihre makaberen Spielchen zu treiben. Die Israelis kommen heute nach Goa, jeder leiht sich eine Enfield, dann fahren sie den ganzen Tag von Kneipe zu Kneipe und vereinbaren einen Treffpunkt für eine sogenannte Hillparty. Oft wählen die Israelis für diese Hillparty einen Berg in der Nähe von Anjuna aus wohin sie dann mit ihren Enfields abends fahren um illegal an die alten Zeiten der Vullmoonparties anzuknüpfen. Da aber die Polizei diesem treiben nicht untätig zusieht, kommt es bei diesen Parties in Goa oftmals heute sogar dazu, daß es nicht mehr ausreicht ein saftiges Backschisch zu bezahlen. Von einer Partie in Goa habe ich während meines Urlaubes erfahren, wo die Polizei die Stereoanlage beschlagnahmte und die vermeintlichen Organisatoren der Party verhaftet haben.

Ansonsten geht es tagsüber eher etwas ruhiger zu, am Strand kann man faul in der Sonne liegen, den vorbeifahrenden Schiffen in Goa zuschauen, die Gegend geniesen und so doch einen entspannten Urlaub erleben. Wer sich für Kultur, Land und Leute in Goa interressiert kommt dabei auch voll auf seine Kosten. Urlaub in Indien bzw. Goa kann sehr entspannend und billig sein, wenn man sich im Land etwas auskennt und auf eigene Faust loszieht. Wir haben bei unserer Reise auch mal ein Zimmer für 80 Rp gemietet, nur um unser schweres Gepäck nicht bei der Suche nach einem schönen Cottages immer mitschleppen zu müssen, bis man etwas schönes gefunden hat. Vergleichen sie doch einfach mal die Preise zu anderen Urlaubsländern die man von Katalogen aus für einen 14 tägigen Urlaub buchen kann.
Einen kleinen Kalender für Feste und Feiertage in Goa. kann dazu sehr nützlich sein(Termine). Geniessen sie das knirschen des strahlend weissen Sandstrandes von Colva, beim Laufen unter ihren Füssen.
Die Party-bzw. Rave-Szene von Anjuna mit seinem berühmten Mittwochs-Flohmarkt , gute Gelegenheit Szene-Klamotten beim Indien Shopping in Goa zu kaufen. Oder auf dem Ingos Saturday Night-Market nähe Baga.
Das Bild zeigt einen Freund der in Goa unbedingt mal Kitesurfen wollte. Wenn man das erste mal Kite Surfen will sollte man keinen zu großen Drachen auswählen, diesen Slogan hatte er sich zu eigen gemacht und deshalb einen Drachen gewählt, der sich leichter beherrschen und steuern lässt.

Bekleidet mit einem Neoprenanzug der beim Kite Surfen in Goa vor der Kälte schützen soll, steht er wie auf dem Foto zu sehen ist am Strand und versucht erst mal den Drachen in der Luft in seine Gewalt zu bringen, beziehungsweise ihn zu beherrschen. Erst nachdem die Trockenübungen mit dem Kite am Strand von Goa etwas geklappt hatten, konnte er sich aufs arabische Meer, wie dort die See heißt hinauswagen. Weil es aber bereits gedämmert hatte mußte das Kitesurfen an diesem Tag in Goa unterbrochen werden.